Lord Voldemort
26. November 2008 geschrieben von Mimi in "Charaktere, Todesser"

Vollständiger Name: Tom Vorlost (im Englischen Marvolo) Riddle
Bedeutung des Namen:
Vol de mort kommt aus dem Französischen und bedeutet “Flug des Todes”, “Rasende Vernichtung” oder auch “einer, der dem Tod entflohen ist”.
Riddle stammt aus dem Englischen und bedeutet “Rätsel”, ein Verweis auf das Rätsel von Lord Voldemorts Namen, welcher eine Neukombination der Buchstaben seines wahren Namens, Tom Vorlost Riddle, darstellt.
Tom ist griechisch und die Kurzform des Namen “Thomas” , was Zwilling bedeutet.
Vorlost bedeutet erlöst, wohingegen der englische Zweitname Voldemorts, Marvolo sich aus den Wörtern “marvel”=Wunder und “marvo”=Tod zusammensetzt.
Im Deutschen wurde der Name “Vorlost” genutzt, um das Wortspiel um den Namen Lord Voldemort aufrecht erhalten zu können.
Geboren: 31.12.1926
Aussehen: Das Aussehen Lord Voldemorts lässt sich nicht einfach beschreiben, da er sich im Laufe der Jahre immer mehr veränderte und seine natürlichen Proportionen immer merkwürdiger verzerrt wurden.
Während seiner Jugendzeit war Tom ein gut aussehender, schwarzhaariger junger Mann. Er war ziemlich hoch gewachsen und hatte genauso dunkle Augen wie Haare. Seine einzigen Makel waren seine ungewöhnlich langen Finger und seine hohe, kalte Lache.
Nach seiner Zeit ein Hogwarts allerdings begann Tom sich immer mehr zu verändern. Er war längst nicht mehr so gut aussehend und hatte ein ausgemergeltes, merkwürdig verzerrtes Gesicht. Außerdem hatte er blutunterlaufene Augen.
In der Zeit bevor seiner Wiedergeburt in Harrys viertem Schuljahr hatte Voldemort nur noch die Form eines merkwürdig geduckten Kindes, glatzköpfig und runzelig. Seine Ärmchen und Beine waren extrem dünn und gebrechlich und sein Gesicht – was aussah wie alles andere als das eines Kindes – hatte etwas schlangenartiges mit hervorstechenden roten Augen.
Nach seiner Wiedergeburt sah Voldemort schon wieder menschenähnlicher aus, er war ein groß gewachsener Mann, so dünn wie ein Skelett. Sein Gesicht war ebenso weiß wie das eines toten Schädels und seine immer noch scharlachroten, aber fahlen Augen stachen nach wie vor heraus. Eine Nase hatte Voldemort zu dieser Zeit eigentlich kaum noch, sie bestand vielmehr nur noch aus zwei schmalen Schlitzen, welche die Nasenlöcher darstellten und ihm etwas schlangenhaftes verliehen. Seine Finger waren übernatürlich lang und ebenso schneeweiß wie sein Gesicht.
Was seine Kleidung betrifft, so trägt der Dunkle Lord ausschließlich lange, schwarze Umhänge mit einer Kapuze, welche er sich tief ins Gesicht ziehen kann, um sein Angst einflößendes Aussehen extra zu betonen.
Bild: Lord Voldemort alias Tom Riddle, dargestellt von Ralf Fiennes
Besondere Besitztümer: Schlange Nagini
Besondere Fähigkeiten: Besondere geistige Verbindung zu Harry; Parselmund; Legilimentik
Eltern:
Vater Tom Riddle (Muggel)
Tom war ein gut aussehender, arroganter Muggel, welcher aus einem reichen Hause stammte und gemeinsam mit seinen Eltern in einem großen Haus in Little Hangleton lebte. Bei den Dorfbewohnern war er recht unbeliebt, da die Riddles als hochnäsig und herrschsüchtig galten.
Mithilfe eines Liebestrankes wurde er von Merope dazu gebracht, dass er sich in sie verliebte, sie heiratete und mit ihr aus Litte Hangleton zog. Als sie schwanger wurde und dachte, dass Tom auch ohne Liebestrank bei ihr bleiben würde, erzählte sie ihm die Wahrheit, woraufhin er unglaublich wütend wurde und wieder zu seinen Eltern zurückkehrte. War aus Merope und seinem Sohn wurde, interessierte ihn danach nicht mehr im Geringsten. Dies wurde ihm zum Verhängnis, als Tom jr. seinen Vater und dessen Eltern im Alter von 16 Jahren mit dem Todesfluch umbrachte.
Mutter Merope Gaunt (Hexe)
Mit seiner Mutter war Tom keinerlei gemeinsame Zeit vergönnt, da sie bei seiner Geburt verstarb. Sie war keine besonders hübsche Frau, da sie aufgrund der Armut ihrer Familie in Lumpen gekleidet war, schielte und strähniges Haar besaß. Sie wuchs zusammen mit ihrem Bruder Morfin und ihrem Vater Vorlost Gaunt in einer kleinen Waldhütte auf, wo sie später auch den gesamten Haushalt führen musste, was sie allerdings mehr schlecht als recht tat.
Aufgrund ihrer geringen magischen Fähigkeiten wurde Merope häufig von ihrem Vater als Squib bezeichnet und geschlagen. Nachdem Vorlost und sein Sohn davon erfuhren, dass Merope für den Muggel Tom Riddle schwärmte, schlugen die beiden das Mädchen fast zu Tode, was gerade noch von einem Ordnungskomitte des Zaubereiministeriums verhindert werden konnte. Infolge dieses Ereignisses wurden Vorlost und Morfin Gaunt nach Askaban geschickt.
Das einzig wertvolle, was Merope besaß, war ein Medaillon Salazar Slytherins, welches sie allerdings später für einen lächerlichen Preis verkaufte. Tom suchte dieses Medaillon vor einiger Zeit wieder auf, um es zu einem seiner Horkruxe zu machen.
Nebenbei sind die Gaunts die letzten direkten Nachfolger Salazar Slytherins gewesen.
Charakter: Tom ist wahrhaftig das Böse in Person. Außer sein eigenes Wohl und sich selbst interessiert ihn absolut nichts und niemand, was wohl auch erklärt, dass er die meisten Menschen wie bloßen Dreck behandelt. Er hat eine große Abneigung, wenn nicht sogar schon einen Hass auf so genannte “Schlammblüter”, d.h Hexen und Zauberer aus nicht reinblütigen Familien und Muggel, weshalb er es sich zum Ziel gemacht hat, die Zaubererwelt und vor allem die Zaubereischulen von diesen, seiner Meinung nach nutzlosen Personen zu bereinigen. Um dies durchzusetzen, nimmt er alles in Kauf, was ihm selbst nicht schadet – auch den Tod unzähliger unschuldiger Menschen.
Liebe oder andere, positive Empfindungen sind dem dunklen Lord vollkommen fremd, da er selbst niemals welche erfahren hat und somit auch keine an andere weitergeben kann. Die einzigen Emotionen, die er empfinden kann, sind Hass, Abscheu, Gier, Neid und das Gefühl des Triumphes – kurzum: Alle als negativ beschriebenen Gefühle.
Eine Familie ist ein Fremdwort für ihn, er lebt nur für sich alleine, umgeben von seinen Dienern, Gefangenen und Sklaven. Begeht einer seiner Anhänger, auch Todesser genannt, einen Fehler, so zeigt er keinerlei Mitgefühl und bestraft sie mit großen Schmerzen und manchmal sogar dem Tod. Tom hat kein Problem damit, die drei unverzeihlichen Flüche zu benutzen – mittlerweile sind sie sogar zu den von ihm meistgebrauchten Zaubersprüchen geworden. Wie viel Leid und Schmerz er einem Menschen zufügt, ist ihm vollkommen egal, was man schon daran erkennen kann, dass sich jeder seiner treuesten und wichtigsten Anhänger das Dunkle Mal in den Unterarm brennen lassen muss, welches auch nach dem Einbrennen noch äußerst schmerzhaft sein kann.
Toms größter Hass gehört Harry Potter, dem Jungen, der einen von ihm ausgesprochenen Todesfluch überlebte. Nicht nur die Tatsache, dass viele Zauberer und Hexen Hoffnung aus diesem Vorgehen geschöpft haben, ist ihm ein Dorn im Auge, sondern auch, dass er nach diesem Vorgang vollkommen geschwächt war und Jahre brauchte, um wieder halbwegs so große Macht und körperliche Fitness zu erlangen wie zuvor. Voldemort hat es sich somit zu einem seiner größten Ziele gemacht, Harry endgültig das Leben zu nehmen.
Sein allerdings am meisten gefürchteter Feind war Albus Dumbledore, der ehemalige Schulleiter von Hogwarts. Tom kannte Dumbledore schon seit seiner Kindheit, zu Zeiten, als er noch in einem Waisenhaus wohnte und wusste um die große Macht und Begabung des Zauberers. Außerdem fürchtete er sich während seinen Zeiten an Hogwarts immer davor, dass der alte Mann seine Vorhaben und sein wahres Ich anhand eines einzigen kurzen Gespräches erraten und ihn von diesen abbringen konnte. Ihm war durchaus bewusst, dass Dumbledore ein sehr weiser Mann mit unglaublich guter Menschenkenntnis war. Umso wichtiger war es ihm auch, dass der Schulleiter noch vor seiner Übernahme des Zaubereiministeriums umgebracht wurde, da er auf jeden Fall verhindern wollte, dass bei dieser Übernahme etwas schief ging.
Geschichte:
Kindheit
Da Toms Mutter bereits eine Stunde nach seiner Geburt in einem Waisenhaus in London verstarb und sein Vater die Familie noch vor seiner Geburt verlassen hatte, wuchs er ohne Eltern unter der Aufsicht von Mrs Colde in dem Waisenhaus auf. Wirklich glücklich war er über diese Tatsache nie, denn er fühlte sich alles andere als wohl in diesem Waisenhaus und wurde von den anderen Kindern ausgegrenzt, da er “anders” als diese war und ihnen Angst machte. Auch geschahen immer wieder sonderbare Dinge, welche im Zusammenhang mit ihm standen, so wurde beispielsweise das Kaninchen eines anderen Jungen aus dem Waisenhaus nach einem Streit erhängt auf dem Dachboden aufgefunden und nach einem Ausflug ans Meer stiegen die Kinder Amy Benson und Dennis Bishop gemeinsam mit Tom in eine Höhle, aus welcher sie völlig verstört wieder herauskamen und nicht mehr dieselben waren.
1938 bekam Tom dann unerwarteten Besuch von Albus Dumbledore, welcher ihn über seine Zauberkräfte in Kenntnis setze. Anfangs misstraute Tom dem alten Mann sehr, als er allerdings davon erfuhr, dass er bald nach Hogwarts gehen würde, änderte sich dies. Der Junge zweifelte keinesfalls daran, dass er magische Kräfte besaß, sondern erzählte Dumbledore sogar von all den Dingen, welche er schon mit diesen angestellt hatte. Auch erwähnte er die Trophäen, welche er seinen Opfern regelmäßig abnahm. Es war ihm kein Geheimnis, dass er mit Schlangen sprechen konnte und da er wusste, dass diese Fähigkeit keine gewöhnliche war, fühlte er sich bereits zu seiner Kindheit den anderen überlegen. Er lehnte sogar seinen Vornamen ab, da er ihm zu gewöhnlich erschien.
Schulzeit 1938-1945
Als Tom 1938 seine Schullaufbahn begann, wurde er vom Sprechenden Hut direkt dem Hause Slytherins zugeteilt, was etwas Ungewöhnliches war, da Halbblüter nur in äußerst seltenen Fällen nach Slytherin kamen. Obwohl er viel lieber nur noch in Hogwarts geblieben wäre, musste der Junge während seiner Ferien allerdings immer wieder zurück ins Waisenhaus.
Er war ein ausgezeichneter Schüler und wusste schon immer, wie er es schaffte, Leute um seinen Finger zu wickeln und sie zu seinen Zwecken auszunutzen. Einzig und alleine Dumbledore, welcher Tom von Anfang an nicht vertraute, schien diese Fähigkeit nicht zu beeindrucken.
Die Frage nach seiner Herkunft drängte sich dem Jungen während seiner Schulzeit immer mehr auf, sodass er nach einigen Nachforschungen schließlich herausfand, dass er der letzte lebende Nachfahre Salazar Syltherins war. Nach einigen weiteren Nachforschungen fand er auch Informationen über die Kammer des Schreckens und dass diese nur von dem einzig wahren Erben Slytherins geöffnet werden konnte. Tom begann fieberhaft überall in Hogwarts nach der Kammer zu suchen, um das Werk Slytherins zu vollenden und die Schule von allen Muggelgeborenen zu befreien. Die Zeit verging, doch in seinem fünften Schuljahr gelang es ihm schließlich, die Kammer zu öffnen und den darin befindlichen Basilisken mithilfe seiner Fähigkeit, mit Schlangen zu sprechen auf die Schüler Hogwarts’ zu hetzen. Viele Schülerinnen und Schüler wurden versteinert und als schließlich auch noch ein Mädchen (die Maulende Myrte) starb, stand der damalige Schulleiter von Hogwarts, Armando Dippet, kurz davor, die Schule zu schließen. Da Tom dies keinesfalls wollte – schließlich hätte er dann in das Waisenhaus zurück gemusst – bezichtigte er seinen Mitschüler Hagrid und dessen Riesenspinne Aragog, für die Vorfälle verantwortlich zu sein. Für diesen Hinweis bekam er eine Auszeichnung für besondere Verdienste und der Schulalltag wurde wieder aufgenommen. Alle glaubten Toms Geschichte, bis auf Dumbledore, welcher einen Verdacht schöpfte und den jungen Riddle von diesem Zeitpunkt an ständig im Auge hatte. Tom sah, dass es zu gefährlich wäre, die Kammer erneut zu öffnen und legte ein Tagebuch an, in welchem er sein sechzehnjähriges Ich einschloss, um durch dieses später einmal sein Werk vollenden zu können.
Aufgrund seiner großen Begabung und seinem scheinbar tadellosen Verhalten wurde Tom Mitglied des “Slug Klubs”, gegründet von Professor Slughorn, welcher dem jungen Riddle eine großartige Karriere prophezeite und sogar daran glaubte, dass er das Zeug zum Zaubereiminister habe. Niemand der andern Lehrer ahnte, dass Tom es gewesen war, der die Kammer des Schreckens geöffnet hatte.
Bereits zu dieser Zeit legte der Junge sich auch seinen neuen Namen zu, welcher ein Anagramm seines richtigen Namens darstellte. Für seine engsten Freunde hieß er von nun an Lord Voldemort.
Im Alter von 16 Jahren reiste Tom während seiner Ferien zum alten Haus der Gaunts, in welchem er allerdings nur noch seinen Onkel Morfin vorfinden konnte. Dieser berichtete ihm von seinem Vater Tom Riddle, woraufhin der junge Slytherin den Zauberstab seines Onkels klaute, um mit diesem seinen Vater und seine Großeltern zu ermorden. Nachdem er dies erledigt hatte, veränderte er das Gedächtnis seines Onkels und nahm den Ring seines Großvaters Vorlost und das Peverell-Wappen mit sich. Anhand dieser Ereignisse lässt sich bereits erkennen, wie boshaft und verbittert Tom war, dass er einen der unverzeihlichen Flüche benutzte.
Ein ebenfalls wichtiges Ereignis während Toms Schulzeit war, dass es ihm nach einem Slug-Klub-Treffen gelang, seinem Professor Horace Slughorn Informationen über Horkruxe zu entlocken. Er erfuhr vieles über ihren Verwendungszweck, aber vor allem erzählte der alte Mann ihm, wie man einen Horkrux erschuf. Da Tom ein Horkrux nicht ausreichte, entschied er sich dazu, sieben Horkruxe zu erschaffen, denn die Zahl Sieben war seiner Meinung nach die stärkste magische Zahl.
Kurze Zeit später begann der junge Riddle bereits damit, seine ersten beiden Horkuxe – das Tagebuch und den Ring seines Großvaters mit dem Peverell-Wappen – zu erstellen. Dabei gab er das Tagebuch später in die Obhut seines Dieners Lucius Malfoy; den Ring versteckte er durch Zauberbanne geschützt im Hause der Gaunts.
Die Jahre danach 1946-1981
Nach seiner Schulzeit nahm Tom einen Job als Gehilfen bei Borgin&Burkes an, da er seinen erhofften Traumjob als Lehrer für Verteidigung gegen die dunklen Künste an Hogwarts nicht bekam. Eigentlich hatte der junge Riddle den Lehrerposten nutzen wollen, um weitere Geheimnisse des Schlosses herauszufinden, doch verhinderte Dumbledore dieses Vorhaben, indem er dem damaligen Schulleiter dazu riet, Tom auf ein paar Jahre zu vertrösten.
Mehrere Jahre lang machte dieser also Hausbesuche im Auftrag von Borgin&Burkes, um Zauberer und Hexen dazu zu überreden, magische Artefakte und Schätze zu verkaufen. Dabei traf er auf Hepzibah Smith, deren Vertrauen er sich erschlich und welche er letztendlich dazu brachte, ihm den Becher Helga Hufflepuffs und das Medaillon Salazar Slytherins zu zeigen. Nachdem die arme Frau ihm also ihre Schätze gezeigt hatte, vergiftete Tom sie und stahl ihre Kostbarkeiten. Um dies vertuschen zu können veränderte er das Gedächtnis von Hepzibahs Hauselfe Hokey, welche daraufhin gestand, die Täterin gewesen zu sein.
Den Becher und das Medaillon machte der junge Riddle ebenfalls zu zwei seiner Horkruxen und versteckte sie gut geschützt. Auch gelang es ihm, einen Gegenstand von Rowena Ravenclaw – nämlich ihr Diadem – in seinen Besitz zu bringen und in einen Horkrux zu verwandeln. Dieses versteckte er noch zu seinen Hogwartszeiten in einer Abstellkammer, welche man nur durch den Raum der Wünsche erreichen konnte. Seine Hoffnungen, auch einen Gegenstand von Godric Gryffindor zu erlangen, wurden allerdings nicht erfüllt.
Nachdem Tom die alte Frau Smith ermordet hatte, kündigte er seinen Job und verschwand für die nächsten zehn Jahre spurlos, um seine dunklen Künste und sein Wissen über diese zu verbessern. Als er wieder aus seiner Versenkung verschwand, war er vollkommen verändert und das nicht nur äußerlich – auch sein Charakter war noch dunkler und skrupelloser als zuvor geworden. Zu dieser Zeit bewarb Tom sich abermals um den Job als Lehrer für VgddK, allerdings war Dumbledore mittlerweile zum Schulleiter ernannt worden, welcher ihm die Stelle verweigerte.
Die ersten Anhänger suchte Voldemort sich im Jahre 1970, wobei er mit seinen Vorstellungen von einer Zaubererwelt unter der Herrschaft der Reinblüter erstaunlich viele Leute auf seine Seite zog. Als er allerdings damit begann, die Macht mit Gewalt an sich zu reißen und sogar andere Zauberer für diese umbrachte, bekamen viele dieser Anhänger es mit der Angst zu tun, sodass nur noch die treuesten überblieben, welche forthin die Todesser genannt wurden. Die Anzahl der Morde – auch an Muggeln – stieg im Laufe der Jahre immer weiter an, sodass bald Angst und Panik den Alltag der Menschen beherrschte. Aufgrund dieser Morde geriet das Zaubereiministerium immer mehr unter Druck, weshalb sich der Leiter der Aurorenabteilung dazu entschied, diesen den Gebrauch der unverzeihlichen Flüche zu erlauben und einige Todesser sogar ohne Verhandlung nach Askaban zu schicken.
Zu diesen Zeiten wurde auch der Orden des Phönix von Dumbledore ins Leben gerufen. Im Gegenzug begann Voldemort damit, viele der Mitglieder des Phönixordens zu ermorden und die Zahl seiner eigenen Anhänger zu vergrößern, indem er Hexen und Zauberer erpresste oder verzauberte. Ach zählten viele Riesen und andere magische Kreaturen von nun an zu seiner Armee.
Immer mehr Menschen – auch außerhalb Englands – begannen Voldemort zu fürchten und nannten ihn von nun an aus Gründen der Angst noch nicht einmal bei seinem richtigen Namen, sondern sprachen, wenn überhaupt, nur noch von “Du-weißt-schon-wem” oder “Ihn, dessen Name nicht genannt werden darf“.
Von der Prophezeiung von der Geburt eines Jungen, der in der Lage sein würde, ihn zu töten, erfuhr Voldemort 1979 von seinem Anhänger Severus Snape. Dieser hatte Sybill Trelawney mit angehört, während sie die Prophezeiung aussprach, bekam aber nur den ersten Teil mit, sodass er nichts von dem bevorstehenden Unheil wusste, welches seinem Meister bevorstand.
Voldemort beschloss, in der Prophezeiung genanntes Kind zu ermorden, sobald er es ausfindig gemacht hatte. Als am 31. Juli 1980 zwei Jungen – Harry Potter und Neville Longbottom – geboren werden, auf welche die Prophezeiung zutreffen könnte, entscheidet der Dunkle Lord sich für Harry und sucht auf einen Tipp von Peter Pettigrew hin das Haus der Potters auf. Er tötet James und Lily Potter am 31. Oktober 1981, also Halloween, schafft es allerdings nichts, den damals noch sehr jungen Harry umzubringen aufgrund eines mächtigen Schutzes von Lily. Der Todesfluch, den Voldemort auf den kleinen Jungen loshetzt, prallt zurück und trifft ihn schwer, tötet ihn allerdings aufgrund seiner Horkruxe nicht.
Voldemorts Rückzug // Scheinfriede 1981-1994
Nachdem Voldemorts Seele beim Anschlag auf die Potters aus seinem Körper gerissen wurde, führte er ein körperloses Dasein versteckt in den dunklen Wäldern Albaniens – in der Hoffnung, dass einer seiner Anhänger ihn finden und ihm helfen würde. Diese jedoch wurden zum größten Teil getötet und nach Askaban geschickt. Diejenigen von ihnen, welche überlebten und nicht im Zauberergefängnis landeten, versuchten sich durch Lügen, Bestechung und Schleimerei in Sicherheit zu bringen und kehrten Voldemort somit aus Angst vor der Bestrafung durch das Zaubereiministerium den Rücken zu.
Viele Jahre lang verbrachte der Dunkle Lord als Schatten – hin und wieder nahm er auch den Körper eines Tieres ein – bis ihm 1991Quierenius Quirell begegnet, welcher seiner Zeit Lehrer für Verteidigung gegen die dunklen Künste an Hogwarts ist. Schnell unterwarf Voldemort den jungen Mann seinem Willen und brachte ihn dazu, ihn mit nach England zu nehmen, wo Quirell unter Voldemorts Anweisung am 31. Juli versuchte, den Stein der Weisen aus seinem Verlies in Gringotts zu stehlen. Dies gelang ihm allerdings nicht, da Hagrid den Stein zuvor bereits auf Anweisung von Dumbledore hin nach Hogwarts gebracht hatte. Voldemort, welcher sehr wütend über diese Niederlage war, beschloss daraufhin, Besitz von Quirells Körper zu ergreifen und somit nach Hogwarts zu gelangen.
Als Voldemort bzw. Quirrell in Hogwarts angekommen auf Harry traf, versuchte er mehrmals, diesen zu töten, blieb allerdings jedes Mal erfolglos.
Auch versuchte er, möglichst viel darüber in Erfahrung zu bringen, wie er zum Stein der Weisen gelangen und die Sicherheitsvorkehrungen um diesen herum überwinden konnte. An Halloween entschied er sich schließlich dazu, an den Stein zu gelangen und ließ als Ablenkungsmanöver einen Troll in die Schule, um so zu verhindern, von jemanden bei seinem Versuch an den Stein zu gelangen bemerkt zu werden. Er schaffte es sogar, die von den anderen Lehrern erhobenen Sicherheitsvorkehrungen und Zauber zu brechen, scheiterte allerdings an der letzten Hürde, dem Spiegel Nerhegeb. Dort angekommen traf er auch auf Harry Potter, welcher im Gegensatz zu ihm in der Lage war, den Stein der Weisen zu finden, da er ihn nur finden, aber nicht benutzen wollte. Als er dies herausfand, versuchte Quirrell bzw. Voldemort abermals, Harry zu töten, scheiterte jedoch erneut, da Quirrells Körper bei jeder Berührung mit Harry qualvolle Schmerzen erleidet. Voldemort beschloss, den Körper des jungen Zauberers zu verlassen, noch bevor dieser starb und kehrte in sein Versteck in Albaniens Wäldern zurück. Seine Hoffnungen, endlich von einem seiner Anhänger gerettet zu werden, wurden zu dieser Zeit immer schwacher, bis Lucius Malfoy es schließlich schaffte, Ginny Weasley das alte Tagebuch von Tom Riddle unterzuschieben. Der in dem Tagebuch eingeschlossene Teil von Toms Seele schaffte es, das Mädchen dazu zu bringen, die Kammer des Schreckens zu öffnen und nach einiger Zeit auch Harry in die Kammer zu locken. Erneut bot sich die Chance, den Jungen endlich zu töten, doch wurde dieser rechtzeitig von Albus Dumbledore und dessen Phönix Fawkes gerettet. Noch dazu gelang es Harry, das Tagebuch mit einem Zahn des in der Kammer befindlichen Basilisken zu durchbohren, was dazu führte, dass der im Tagebuch eingeschlossene Horkrux zerstört wurde.
Voldemorts Rückkehr 1994 – 1997
Am 08. Juni 1994 kehrte endlich einer Voldemorts Anhänger, Peter Pettigrew, zu seinem Herren in die Wälder Albaniens zurück, um ihm wieder zu einem Körper zu verhelfen. Noch dazu erfuhr Voldemort von diesem, dass in jenem Jahr das Trimagische Turnier an Hogwarts stattfinden würde und dass sein Anhänger Barty Crouch jr. aus Askaban entkommen sei, weswegen er sich dazu entschloss, erneut nach England zu reisen. Dort angekommen unterwarf er Barty Crouch jr Vater Barty Crouch sr dem Imperiusfluch und befahl seinem Anhänger Crouch jr, den Auroren Alastor Moody gefangen zu nehmen und in dessen Gestalt zum Trimagischen Turnier zu reisen.
Indes machte er selbst sich an die Arbeit, einen neuen Körper zu erlangen, wozu er drei Zutaten benötigte: Das Fleisch eines Dieners, die Knochen seines Vaters und das Blut eines Feindes. Das Fleisch eines Dieners wollte er sich von seinem Anhänger Pettigrew nehmen, die Knochen seines Vaters fand Voldemort in dessen Grab in Little Hangleton, womit ihm nur noch die letzte Zutat, das Blut eines Feindes, fehlte. Er entschloss sich dazu, Harry als seinen Blutspender zu erwählen und schaffte es mit Hilfe von Barty Crouch jr, diesen in das Trimagische Turnier einzuschleusen und bis zur letzten Aufgabe zu bringen. Für diese hatte er extra den Trimagischen Pokal in einem Portschlüssel umwandeln lassen, welcher direkt zum Friedhof in Little Hangleton führte und somit Harry direkt in seine Arme zu führen. Ungeplanterweise gelangt allerdings nicht nur Harry, sondern auch Cedric auf den Friedhof, welchen er umgehend töten ließ, um sich voll und ganz auf Harry zu konzentrieren. Es gelang ihm, Harrys Blut und somit einen neuen Körper zu bekommen, allerdings kam es auch zum Kampf zwischen den beiden, welcher dazu führte, dass es Harry gelang, gemeinsam mit der Leiche Cedrics vom Friedhof zu fliehen.
Nachdem Harry ihm entkommen konnte, begann Voldemort damit, sich näher mit diesem und den Gründen, warum es ihm immer wieder gelingt zu entkommen, zu beschäftigen. Er fand heraus, dass eine gewisse gedankliche Verbindung zwischen dem Junge und ihm bestand. Diese nutzte er fortan dazu aus, um Harry immer wieder Träume von der Mysteriumsabteilung zu schicken, da er an dessen Prophezeiung kommen wollte, was er nur erreichen konnte, wenn Harry sie von ihrem Platz entwendete.
Im Juni 1996 machte Harry sich endlich in Begleitung seiner Freunde auf den Weg zur Mysteriumsabteilung, in welcher ein erbitterter Kampf zwischen Harry, seinen Freunden, dem Phönixorden und den Todessern ausbrach. Im Laufe dieses Kampfes zerbrach die von Voldemort ersehnte Prophezeiung, worüber dieser so wütend war, dass er selbst im Zaubereiministerium erschien. Dort lieferte er sich ein Duell mit Dumbledore, in welchem er jedoch unterlag, sodass er bald wieder fliehen musste.
Trotz seiner Flucht wuchs Voldemorts Macht immer weiter, die Zahl seiner Gefolgsleute wuchs und auf die Angriffe von Todessern und Dementoren wurden immer mehr. Er selbst hielt sich dabei eher im Hintergrund. Da er um die Gefahr, welche von Dumbledore ausging, wusste, beschloss er, Draco Malfoy zu einem seiner Todesser zu machen und diesen damit zu beauftragen, Dumbledore umzubringen. Zwar traute Draco sich nicht, seinen Schulleiter zu töten, doch gelang es Severus Snape, dieses zu tun, sodass Voldemorts am meisten gefürchteter Feind aus dem Weg geräumt wurde und er sich voll und ganz auf seine weitern Pläne konzentrieren konnte.




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